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17.07.2012

Verantwortungsvolle Aufgabe: Die Fachkräfte Elke Kirchschlager (links) und Bianca Meier (Leitung) sind verantwortlich für die einwandfreie Hygiene der Instrumente, die in den Operationssälen der Geomed-Klinik gebraucht werden. Ihre Arbeitsbedingungen werden momentan auf den neuesten Standard gebracht. Foto: Norbert Finste
Verantwortungsvolle Aufgabe: Die Fachkräfte Elke Kirchschlager (links) und Bianca Meier (Leitung) sind verantwortlich für die einwandfreie Hygiene der Instrumente, die in den Operationssälen der Geomed-Klinik gebraucht werden. Ihre Arbeitsbedingungen werden momentan auf den neuesten Standard gebracht. Foto: Norbert Finste
Klinik-Hygiene auf neuestem Stand
Fast eine Million Euro investiert das Geomed für Endoskopie und zentrale Sterilgutverwaltung
 
 
 
In der öffentlichen Wahrnehmung eines Krankenhauses spielt die Hygiene eine kaum zu unterschätzende Rolle. Deshalb unternimmt auch die Geomed-Klinik alle Anstrengungen, um zu verhindern, dass sich Keime ausbreiten und Schaden anrichten können.
Um das auch dauerhaft gewährleisten zu können, wird zurzeit kräftig investiert. Fast eine Million Euro kosten zwei aktuell laufende Baumaßnahmen. Zum einen wird die reine und unreine Aufbereitung von medizinischen Geräten und Instrumenten im Bereich der Endoskopie (Spiegelung) für 160 000 Euro in andere Räume verlegt und gleichzeitig neu konzipiert. Deutlich kostenintensiver ist mit 800 000 Euro die Erneuerung der zentralen Sterilgutversorgung, die am gewohnten Ort bleibt.
Für die beiden Baumaßnahmen gibt es aus dem Krankenhausbauprogramm des Jahres 2012 nahezu 780 000 Euro aus dem Kontingent der Regierung von Unterfranken. Das erleichtert dem Landkreis als Träger des Hauses die Übernahme der restlichen Kosten. Landrat Harald Leitherer unterstützt die Neuerungen im Geomed und zeigt sich erfreut über die hohe Beteiligung der Regierung.
Zu tun hat diese Investition mit den neuen Bestimmungen in der bayerischen Hygieneverordnung. Zwar hat nach Aussage von Geomed-Geschäftsführer Wolfgang Schirmer die 15 Jahre alte Sterilisationsanlage noch immer sehr gute Dienste geleistet. „Doch technische Geräte ändern sich dauernd und wir wollen neueste Qualitätsstandards in der Hygiene für unsere Patienten nicht nur haben, sondern auch in Zukunft bereitstellen“, sagt Schirmer. Die Investition sieht er jedenfalls als erfreuliches Zeichen für die Zukunft des Hauses.
Wenn die neue Sterilisationstechnik in Betrieb ist, können die Mitarbeiter den Stand und die Qualität des Reinigungsprozesses bei den Instrumenten exakt mitverfolgen, die im OP im Einsatz waren. Bei einer Störung oder fehlerhaftem Ablauf des Reinigungsprozesses sind sie in der Lage, sofort einzugreifen. Wichtig ist dabei, dass unreiner und reiner Bereich keine Berührungspunkte haben dürfen.
 
Betrieb Anfang Juni gestartet
Die Hygiene am Geomed wird wie an anderen Kliniken auch streng kontrolliert, zum Beispiel durch das Gesundheitsamt und das Gewerbeaufsichtsamt. Zusätzlich gibt es externe Hygieneberater und Prüfdienste. Intern werden mit Dr. Michael Dietrich (Chirurgie) und Bettina Knorr, stellvertretende Leiterin des Chirurgie-Pflegepersonals, zwei Mitarbeiter als Hygiene-Beauftragte eingesetzt. Alle waren von Beginn an in die Planungen für die laufenden Baumaßnahmen eingebunden. Dabei entstanden von Seiten auch anderer Mitarbeiter gute Ideen und Anregungen, lobt Schirmer.
Die Arbeiten im Hygiene-Bereich schränken weder die Patientenversorgung noch notwendige Hygiene-Standards ein, versichert Geschäftsführer Wolfgang Schirmer. Die Entkernung der alten Sterilgutversorgung ist bereits weitgehend abgeschlossen. Für diesen Bereich gibt es für die Dauer der Arbeiten eine separate Interimslösung, die hygienetechnischen und behördlichen Ansprüchen gerecht wird und dementsprechend auch genehmigt wurde. Anfang Juni wurde dort der Betrieb reibungslos aufgenommen.
Dr. Günter Fuchs und Dr. Marcus Schley, die Chefärzte der von den Bauarbeiten betroffenen Abteilungen Innere Medizin und Anästhesie, freuen sich ebenfalls über die Investition am Klinikstandort Gerolzhofen – auch wenn das für eine gewisse Zeit lang viel Flexibilität und Anpassungsbereitschaft im Klinikbetrieb erfordere.
Die erneuerte Endoskopie soll bis September oder Oktober fertig sein, die Zentrale Sterilgutversorgung gegen Ende des Jahres.
                                               


                                                     Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Finster
 
Quelle:www.mainpost.de


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