(eff) Was ist eigentlich eine Herzinsuffizenz? Was bedeutet das genau, wenn das Herz „schlappmacht“? Dieses Thema behandelte der Oberarzt der inneren Abteilung, Jürgen Weigand, im Seminar in der Geomed-Klinik ausführlich. Knapp 30 Besucher hörten sich seinen Vortrag an und bekamen von ihm auch Fragen beantwortet.
„Die Unfähigkeit des Herzens, das vom Organismus benötigte Blut zu fördern“, sagte Jürgen Weigand zu Beginn zum Hintergrund, warum das Herz schlappmacht. Anhand eines Bild vom Herzen erklärt er dies genau.
Danach ging der Arzt auf die Arten der Herzinsuffizienz ein. „Es gibt eine akute Herzmuskelschwäche und eine chronische“, erklärte Weigand. Zudem sprechen die Mediziner von einer Links- oder Rechts-Herzinsuffizienz beziehungsweise von einer Global-Herzinsuffizienz. Was können die Ursachen für eine akute sein? Weigand nannte hier unter anderem Herzrhythmusstörungen oder auch den Herzinfarkt. Durchblutungsstörungen oder auch ein langjähriger hoher Blutdruck können eine chronische Herzschwäche verursachen.
Mehrere Symptome sollten Aufmerksamkeit erhalten: Luftnot, nächtlicher Husten oder auch eine schnelle Ermüdbarkeit. Dass man, wenn man viel getrunken hat, nachts ein, zweimal auf die Toilette muss, ist noch kein Problem. Werde das allerdings zu häufig, sollte man auch hier wachsam sein.
Verschiedene Untersuchungen
Den auf einem Stuhl sitzenden und nach Luft ringenden Menschen sahen die Besucher des Seminars auf einem Bild. Die Sanitäter und Ärzte sehen das auch oft in der Realität. Sobald ein solcher Patient bei den Medizinern ist, stellen diese, so Weigand, ihm typische Fragen. Beispielsweise: „Können sie liegen?“ oder „Haben sie Druck auf der Brust?“ EKG, Herzultraschall oder auch Laborwerte geben dann sicheren Aufschluss über die Erkrankung.
Gefäße sanieren, die Behandlung von Klappenerkrankungen oder auch den Blutdruck in den Griff zu bekommen oder gar eine Herztransplantation sind Therapien für solche Patienten. Medikamente können unterstützend helfen. Vielen der Besucher sagten so auch gleich typische Medikamente mit den bekannten Endungen ...pril einiges.
Auf die Gefährlichkeit von Herzrhythmusstörungen ging Weigand („bei Vorhofflimmern besteht die Gefahr der Embolie“) abschließend ein. Anhand von vielen Ultraschallbildern konnten die Besucher sehen, wie ein Herz arbeitet oder eben nicht richtig arbeitet.
Ein kontrolliertes, körperliches Ausdauertraining bei stabiler Herzinsuffizienz sei sinnvoll, empfahl der Arzt abschließend.